01.September 2017

„Bündnis gegen Rassismus“ am 23.08. in Dresden gegründet

AWO Landesverband Sachsen e.V. ist Erstunterzeichner

Am 23.08.2017 gründeten sachsenweit tätige Organisationen, Initiativen, Vereine und Verbände in Dresden das „Bündnis gegen Rassismus – Für ein gerechtes und menschenwürdiges Sachsen“. Als einer der Erstunterzeichner setzt der AWO Landesverband Sachsen damit ein in der Öffentlichkeit stark wahrnehmbares Zeichen gegen Rassismus. Unter dem Motto „Rassismus in Sachsen? Da ist was zu machen, da können Wir was machen!“ hatte eine Initiativgruppe seit März Mitstreiterinnen und Mitstreiter für eine gemeinsame Positionierung gesucht. Anlässlich der Gründung des Bündnisses legten die Bündnispartner am 23.08.2017 in einer Landespressekonferenz im Sächsischen Landtag ihr Anliegen dar. So machte auch Margit Weihnert, Landesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen, im Rahmen der Pressekonferenz das Anliegen des Bündnisses deutlich. Die Bündnispartner sehen es als erforderlich, die Formen und Mechanismen von Alltagsrassismus sichtbar zu machen und auch sensibel für rassistische Ausprägungen in den eigenen Organisationen zu sein. „Wir müssen offen und ehrlich mit dem Alltagsrassismus umgehen“, so die Landesvorsitzende der sächsischen Arbeiterwohlfahrt. Zunächst sollen dafür Diskussions- und Veränderungsprozesse in den beteiligten Verbänden und Vereinen angestoßen werden. Für die Zusammenarbeit stellen die im Bündnis vereinten Organisationen und Initiativen ihre Expertise und bereits erarbeiteten Bildungs- und Workshopangebote zur Verfügung. Unter anderem werden dabei auch die globalen Fluchtursachen (wie Klima- und Ressourcenungerechtigkeit) erklärt.

Rassismus, Rechtspopulismus, mangelnde Partizipationsmöglichkeiten sowie fehlende soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft – dies sind Themen, mit denen sich zivilgesellschaftliche Initiativen, Vertreter von Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Parteien, Verbände, Kunst, Kultur und Wissenschaft sowie Migrationsorganisationen in Sachsen schon lange beschäftigen. Die Unterzeichner wollen nun mit Nachdruck eine menschenrechtsorientierte sächsische Position in der Öffentlichkeit vertreten und die Normverschiebung in der Gesellschaft nicht ohne Widerspruch hinnehmen. Das Bündnis verfolgt die Vision einer diskriminierungsfreien Gesellschaft, die durch ein solidarisches und respektvolles Miteinander aller Menschen sowie den gleichberechtigten Zugang zu materiellen und ideellen Ressourcen geprägt ist. Die Menschenrechte sollen entsprechend der UN-Menschenrechtscharta geachtet werden. Jeder Mensch soll unabhängig von Herkunft und Religion frei von Rassismus und Diskriminierung leben können. Dazu möchte das Bündnis konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Die Mitgliedsorganisationen bilden zudem eine Lobby für von Rassismus Betroffene. Außerdem setzen sie sich für diejenigen ein, die sich für die schulische und außerschulische politischen Bildung und im Bereich der Rassismus kritischen Bildungsarbeit stark machen.

Zum Selbstverständnis des Bündnisses gegen Rassismus

Liste aller Bündnismitglieder

Workshops

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